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5 Vorurteile gegen nachhaltige Hochzeiten und wie ihr sie auflösen könnt.

Ihr wollt heiraten und denkt darüber nach, eure Hochzeit so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten? Go for it und lasst euch bitte nicht von den folgenden fünf Vorurteilen aus der Ruhe bringen!

 

Vorurteil Nr. 1:

Nachhaltig heiraten ist teurer als die klassische Hochzeit.


Ja, Fairness ist teurer, denn sie bedeutet gute Bedingungen für alle Menschen (und ggf. Tiere) die direkt oder indirekt (sei es durch eure Kleidung oder euer Essen) in eure Hochzeitsfeier mit eingebunden werden. Sie ist deswegen teurer, weil nicht andere dafür bezahlen müssen. Aber: Das Thema Nachhaltigkeit bedeutet Vermeidung an allen Stellen, wo es geht, Reduktion an den Stellen, an denen es nicht geht und Kompensation, wenn keine Alternativen gefunden werden können. Dekoration, Outfits, Schmuck, vielleicht sogar Floristik: Hier habt ihr die Möglichkeit, auf Neues zu verzichten und dennoch ein außergewöhnliches, tolles Fest zu erschaffen. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch günstiger.


Vorturteil Nr. 2:

Man muss auf alles verzichten.


Mein Appell an euch ist: Bitte verzichtet auf nichts, was euer Fest zu eurem Fest macht. Verzichtet bei eurer Hochzeit auf keine Dinge, die zu euch gehören und die euch ausmachen - sei es der Wunsch nach einem außergewöhnlichen Brautkleid, weil ihr seit Jahren davon geträumt habt. Oder der Wunsch nach dem tollen Oldtimer als Hochzeitsauto, den ihr schon liebt, seit ihr 5 Jahre alt wart. Das gehört zu euch und es ist so wichtig, dass ihr euch auf eurem Fest wiederfindet. Aber: Verzichtet auf Dinge, die gerade Trend sind. Dinge, von denen andere sagen, dass ihr sie braucht ohne dass ihr es fühlt - das beste Beispiel hierfür ist wohl Fleisch. Wenn ihr seit Jahren Vegetarier:innen seid, dann müsst ihr nicht wegen eurer Hochzeit alle eure Prinzipien über Bord werfen, egal, was eure Gäste sagen.


Vorurteil Nr. 3

Man muss alles richtig machen.


Wenn ihr kommuniziert, dass ihr gerne nachhaltig heiraten möchtet, werden einige Menschen sehr genau darauf achten, ob ihr denn auch alles "richtig" macht (auch, wenn sie sich sonst nicht für den nachhaltigen Lebensstil interessieren). Diese Menschen werden euch vorwurfsvoll anschauen, solltet ihr etwas aus einer Plastikverpackung ziehen, doch mit getrennten Autos anreisen oder eure Portion nicht ganz aufessen. Lasst euch davon bitte auf keinen Fall unter Druck setzen. Mit eurer nachhaltigen Hochzeit seid ihr (leider noch immer) Vorreiter:innen und habt die Möglichkeit, das Denken anderer zu beeinflussen. Lasst euch da bitte von Menschen, die es "besser wissen", nicht beeinflussen.


Vorurteil Nr. 4

Wer nachhaltig heiraten möchte, kann keine große Hochzeit feiern.


Ja, je größer eure Hochzeit ist, desto nachhaltiger sollte sie sein. Gerade wenn ihr Gäste aus einem großen Einzugsgebiet habt, empfehlen sich Maßnahmen wie das Planen von Fahrgemeinschaften oder die Nutzung des öffentlichen Fernverkehrs. Aber bitte lasst euch feiern! Genießt diesen einen Tag, an dem alle Freund:innen und Verwandte bei euch sind. All eure Lieblingsmenschen treffen sich, können sich austauschen und lernen sich kennen. Das ist so wertvoll und wichtig und gibt euch zeitgleich ganz viel Kraft. Ihr schafft gemeinsam Erinnerungen, die ein Leben lang halten werden. Je mehr ihr darauf achtet, die Kriterien Müllvermeidung, Energie, Essen, Mobilität, Nachhaltigkeit und Fairness (gerne natürlich auch mit meiner Hilfe) einzuhalten, desto weniger spricht dagegen, euren großen Tag auch wirklich groß zu feiern.


Vorurteil Nr. 5

Den Gästen wird bei einer nachhaltigen Feier etwas weggenommen.


Wer auf eine Hochzeit eingeladen wird, hat oft ein klares Bild davon, wie diese aussehen wird und was passieren kann. Mit einer nachhaltigen Hochzeit brecht ihr diese Erwartungen wahrscheinlich teilweise. Ihr hebt euch ab und zeigt, dass es auch anders gehen kann. Ich persönlich finde das fantastisch. Ihr inspiriert damit, regt zum Umdenken an und zeigt Alternativen. Dabei nehmt ihr euren Gästen nichts weg, auch wenn vielleicht auf gewisse Dinge verzichtet werden müssen. Vielmehr gibt ihr ihnen die Möglichkeit, auf eine andere Art und Weise viel zu gewinnen und ihren Horizont zu erweitern. Und wer weiß, vielleicht beeinflusst ihr sie ja dahingehend positiv, dass sie auch anfangen, ihre Hochzeit grün zu planen...? :)




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